News
29.11.11
Das Auge entscheidet, was gut in der Hand liegt – WMF setzt beim Besteck auf Qualitätsmaterial von ThyssenKrupp Nirosta
Das Blatt ist leer. Mit einem spitzen Bleistift teilt er das noch unberührte Weiß durch einen senkrechten Strich. Eine Markierung, nach der sich alles richtet. Zunächst wachsen die Proportionen von Kopfrundung und Griff, später erhält der Entwurf durch Schraffierungen den Anschein der Dreidimensionalität. Unter seinen Händen bekommt die Idee Form und Gestalt. Der Designer Peter Ramminger kann auf eine mehr als 30-jährige Firmenzugehörigkeit bei Deutschlands führendem Besteck- und Küchengerät-Hersteller WMF im baden-württembergischen Geislingen an der Steige zurückblicken. Vor ihm liegt eine Löffel-Skizze des Bestecks „Ambiente“, eine neue Kollektion des Traditionshauses, einem langjährigen Kunden der ThyssenKrupp Nirosta.
Von Designer Ramminger stammen unzählige richtungsweisende Entwürfe für den jahrzehntelangen Erfolg von WMF. „Ambiente, Topic oder Forte“ heißen einige der Erfolgsmodelle des gebürtigen Württembergers, außerdem hat er das Design für die innovative erfolgreiche Kochgeschirrserie „Premium One“ gestaltet. „Besteckentwicklung steht bei uns nicht alleine da. Wir wollen Esskultur schaffen“, betont Cornelius Boerner, Designmanager des Hauses. „Nach Wert haben wir in Deutschland einen Marktanteil von 60 Prozent“, sagt Boerner. „Fast in jedem deutschen Haushalt ist ein Besteck von uns in der Schublade.“
Als Meilenstein für diesen Erfolg gilt in der Firmengeschichte ein besonderer Werkstoff – Cromargan, „Dieses Material, das ThyssenKrupp Nirosta entwickelt hat, haben wir hier zum ersten Mal für Besteck und Küchengeschirr eingesetzt“, erklärt Thomas Dix, Sprecher von WMF. Und seiner Meinung nach ist dieser Werkstoff damals wie heute ein Glücksgriff: unverwüstlich, säurebeständig, pflegeleicht. Zudem rostet er nicht und läuft auch nicht an, wie etwa Silber. „Zwar ist Cromargan schwerer zu prägen als etwa die bis dahin verwendeten Kupfer-Zink-Nickel-Verbindungen. Aber Bestecke aus diesem Material sind sehr robust und muten dennoch obendrein an wie Silber – ein wichtiges Verkaufsmerkmal zur damaligen Zeit“, sagt Dix. Und das ist auch ein entscheidender Faktor, warum die Tischwerkzeug-Tüftler Material der ThyssenKrupp Nirosta verwenden. „Unseren Forschern und Entwicklern von WMF ist es gelungen, Cromargan so zu veredeln, dass es 150-mal kratzbeständiger wird als herkömmlicher Edelstahl: Cromargan protect war geboren“, berichtet Dix. „Starke Beanspruchung und häufiger Einsatz in der Spülmaschine können ihm nichts anhaben. Polierte Oberflächen bleiben glänzend, mattierte bleiben matt. Das Besteck sieht nach Jahren noch makellos aus - beinahe wie am ersten Tag.“
Doch wie kommt man eigentlich zu so einem außergewöhnlichen Beruf wie Besteckdesigner? Für Ramminger eine sehr einfach zu beantwortende Frage: „Glück, Fleiß und Können – dadurch bin ich Besteckdesigner geworden. Und man muss immer hellwach sein.“ Neben der Ausbildung als Stahlgraveur, lernte er als Modelleur alle wichtigen Tätigkeiten im Atelier ob mit Gips oder Metall kennen, bis er Besteckdesigner wurde. Heute kommen die Experten für edles Tischbesteck in der Regel von einer Hochschule und haben Industriedesign studiert. In der Entwicklungsabteilung von WMF arbeiten kontinuierlich vier Designer an neuen Entwürfen für Bestecke, Kochgeschirre und Kaffeemaschinen. Und bei vielen könnte „ThyssenKrupp Nirosta Inside“ draufstehen. Hinzu kommen bis zu 50 externe Kreative, die mit den WMF-Fachleuten eng kooperieren. „Wir arbeiten mit weltweit bekannten internationalen Designern zusammen“, sagt Boerner. Zeitgleich verfolgt WMF eine zweite Strategie, auch für den eigenen Nachwuchs. Dabei spielen Designerschulen in Deutschland und Europa eine zentrale Rolle. „In den vergangenen 20 Jahren hatten wir rund 15 Kooperationsprojekte mit Schulen, in denen junge Menschen sich intensiv mit dem Thema Design auseinandersetzen“, erklärt WMF-Designmanager Boerner. „Als Designer ist man an sich ja schon Generalist. Man kann von vielen Dingen etwas. Obendrein muss man noch über die eigene gestalterische Qualifikation in der Lage sein, gut zu kommunizieren.“
Denn Kommunikation ist ein zentrales Element bei der Entstehung neuer Produkte für das Kochen, Essen und Trinken. Es geht darum, neue Trends aufzuspüren und den Zeitgeist in Gestalt und Form zu bringen. „Dazu gehen wir auf Messen, schauen uns neue Wohnstile an, durchkämmen Modekataloge und achten auch auf jüngste Stile in der Architektur, beim Autodesign oder neue Richtungen in der bildenden Kunst“, erklärt Boerner. Anliegen dieser Arbeit: Neue Zielgruppen erkennen und deren Geschmack treffen. „Aus dem ganzen Material stellen wir Mappen für die Besteckdesigner zusammen. Diese Unterlagen sollen die Designer bei der Entwicklung ihrer gestalterischen Ideen unterstützen“, sagt Boerner. Innerhalb von wenigen Wochen reift die Idee dann bis zum Entwurf. „Etwa sechs Wochen braucht ein Design, um ein Design zu werden“, sagt Ramminger.
Zwar entstehen heute die meisten Entwürfe am Computer. Aber dennoch müssen die Esskultur-Experten hin und wieder zur klassischen Methode greifen. „Ganz ohne Bleistift geht es nicht“, sagt Ramminger aus Erfahrung. Etwa, um in einem laufenden Prozess neue Blickwinkel zu entdecken. Denn: Ästhetik ist bei diesem Beruf das A und O. Dabei ist man von einer Sache bei WMF überzeugt: Der Kunde entscheidet mit dem Auge, was gut in der Hand liegt. Boerner bringt es konkret auf den Punkt. „Satt werden, ohne sich zu verletzen, kann man auch mit billigem Besteck.“ Doch Design, Qualität und Langlebigkeit sind drei Argumente, die für die Kunden offensichtlich für WMF sprechen. Boerner: „Der deutsche Durchschnittskunde kauft etwa zwei Mal ein Besteck in seinem Leben. Und das soll dann auch Qualität sein“
Ansprechpartner:
Erik Walner ThyssenKrupp AG, Corporate Communications Telefon: +49 201 844-545130 Telefax: +49 201 845 6-545130 E-mail: erik.walner@thyssenkrupp.com
zurück
|
|
|