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Urbane Mobilität:

ThyssenKrupp Nirosta bietet Werkstoff-Konzepte für nachhaltigen Schienenfahrzeugbau

Dicke Luft, Stau und Stress. Europas Innenstädten droht der Verkehrsinfarkt. Experten beobachten seit Jahren eine Zunahme des Verkehrs in den Stadtzentren. Die Folgen: Umweltbelastungen und Verspätungen, die die europäische Wirtschaft laut einer Studie der EU-Kommission alljährlich fast 100 Milliarden Euro kosten. Rund 40 Prozent der CO2-Emissionen und 70 Prozent der sonstigen Schadstoffemissionen des Straßenverkehrs entfallen auf den Stadtverkehr. So wundert es wenig, dass neun von zehn EU-Bürgern die Verkehrssituation in ihrem Umfeld für verbesserungswürdig halten. Einen Lösungsansatz dazu stellte die EU-Kommission in ihrem Aktionsplan zur urbanen Mobilität im September 2009 vor. Die Vision: eine geringere Verkehrsbelastung bei besserem öffentlichem Personennahverkehr. Und hierbei stellt der Werkstoff Edelstahl eine wichtige Komponente dar, spielt er doch bei einer Vielzahl von Schienenfahrzeugen neuester Generation eine entscheidende Rolle.

„Die Themen ‚Verkehr, Gesundheit und Umwelt’ werden weltweit immer wichtiger“, so Wolfgang Gebel aus der technischen Kundenberatung der ThyssenKrupp Nirosta. „Wir rechnen mit einer Renaissance des Schienennahverkehrs sowie einem großflächigen Ausbau der Netze, verbunden mit einer Modernisierung der Fahrzeugparks, an dem wir dann partizipieren wollen.“ Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, sehr gute Umformbarkeit sowie Nachhaltigkeit führen dazu, dass immer mehr Hersteller im Transportbereich auf nichtrostende Edelstähle zurückgreifen – sei es bei Straßenbahnen, Metros oder Regionalzügen.

Nichtrostende Stähle leisten dabei einen wesentlichen Beitrag zur innovativen Technik der umweltfreundlichen Leichtbauweise. Die Vorteile liegen auf der Hand: Je weniger ein Fahrzeug wiegt, desto geringer ist der Energieverbrauch, um es in Bewegung zu setzen, und umso geringer sind die Emissionen von Schadstoffen. Zehn Prozent Gewichtseinsparung können so zum Beispiel bei einer Metro zu einer Energieeinsparung von bis zu sieben Prozent führen. „Durch ihre hohen Dehngrenzen und gute Korrosionsbeständigkeit eignen sich die Nirosta-Werkstoffe besonders gut für die Leichtbauweise“, so Gebel. „Die Bleche erreichen auch bei geringen Dicken eine hohe Festigkeit und Steifigkeit. Gängige Stahlsorten sind dabei zum Beispiel die ferritisch-martensitischen Stähle Nirosta 4003 und 4589 sowie die austenitischen Stähle Nirosta 4301 und 4318.“

Auf der ganzen Welt beweisen die Fachleute der ThyssenKrupp Nirosta in Zusammenarbeit mit den Spezialisten im Fahrzeugbau, dass Edelstahl aus Krefeld ein Erfolgsmodell auf der Schiene ist. Seit Jahren wird der Werkstoff in den verschiedensten Projekten verbaut: Ob in Basel, wo in den nächsten zehn Jahren insgesamt 60 neue Straßenbahnen des Typs „Tango“ eingesetzt werden sollen, in den Bombardier-Waggons für die U-Bahn im indischen Neu-Delhi oder Doppelstockwagen der Deutschen Bahn. „Der Bereich des Straßen- und Schienenfahrzeugbaus stellt für die ThyssenKrupp Nirosta einen bedeutenden Markt mit großem Wachstumspotential dar“, so Gebel. „Die durchschnittliche Betriebsdauer von Straßen- und U-Bahnen liegt in Europa bei 40 Jahren. Rund 20 Prozent der Nahverkehrs-Fahrzeuge haben diese Grenze bereits durchbrochen und müssen bald ersetzt werden. Zudem befinden sich zahlreiche Neuprojekte in der Planung.“ Insgesamt sollen so innerhalb der nächsten zehn Jahre rund 12.000 neue Straßenbahn- und U-Bahnen auf die Schiene gebracht werden – Tendenz steigend.

Ansprechpartner:
Erik Walner
ThyssenKrupp AG
Corporate Center Communications, Strategy & Technology
Telefon: +49 203 52 - 45130
Telefax: +49 203 52 - 45132
E-mail: erik.walner@thyssenkrupp.com
www.thyssenkrupp.com



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